Steuerpflicht für Rentner

Wer nach dem Eintritt ins Rentenalter davon ausgeht, dass all der Papier- und Steuerkram ein Ende hat, der wird enttäuscht. Die Organisation der alltäglichen Vermögenssituation und die Verwaltung der Rente unter Berücksichtigung etwaiger Steuerpflichten des Rentners ist ein Thema, das mit Sorgfalt behandelt und korrekt abgewickelt werden muss, um Scherereien bis hin zu erheblichen Nachzahlungen grundsätzlich auszuschließen.

Erhält ein Rentner gesetzliche Ruhestandsbezüge, dann ist das erst einmal unkompliziert. Die meisten Rechnereien nimmt die Krankenkasse ab und ansonsten steht einem geruhsamen Lebensabend nichts mehr im Wege. Sieht sich der Rentner aber selbst im Unruhestand und möchte er weiter aktiv bleiben und dafür bezahlt werden, dann müssen nennenswerte Einkommen den dafür zuständigen Behörden gemeldet werden. Die sich die Behörden untereinander austauschen macht es wenig Sinn, Dinge zu verschweigen, denn dies garantiert Ärger mit dem Finanzamt, der Krankenversicherung und den Rentenversicherungsträgern.

Steuerberater Dieter Schmaltz: "Es gibt knapp bemessene Spielräume, die der aktive Rentner ausnutzen kann - dies sollte aber immer nur in enger Absprache mit dem betreuenden Steuerberater geschehen!"

Eine weitere eher verborgene Gefahr stellen die sogenannten passiven Einkommen wie z.B. Zusatzrenten, Mieten, Erträge aus Aktien oder sonstigen Anlagen oder Beteiligungen dar. Diese wirken sich unter Umständen rentenmindernd aus und ein Verschweigen stellt sowohl Steuerbetrug als auch Sozialbetrug dar. Ist dies alles erst einmal geklärt, müssen Jahr für Jahr Anpassungen vorgenommen werden, denn es gilt nicht nur Rentenanpassungen zu berücksichtigen, sondern auch gesetzliche Neuerungen zu beachten. Der Rentner bleibt steuerpflichtig, sobald er aktives oder passives Einkommen generiert - und steht damit auch in der Pflicht in den gegebenen zeitlichen Rahmen Steuererklärungen vorzunehmen.

Besonders wichtig für alle Rentner: Seit 2005 steigt der grundsätzlich zu versteuernde Rentenanteil. Dies waren 2005 exakt 50 % der Rente - bis 2040 steigt der Anteil jährlich um 2 % an.  Wer z.B. 2016 in Rente gegangen ist, der muss 72 % seiner gesetzlichen Altersbezüge versteuern. Übersteigt der steuerpflichtige Teil der Rente zusammen mit weiteren Einkünften das Existenzminimum von derzeit 8652 Euro pro Jahr, dann muss zwingend eine Steuererklärung abgegeben werden.

Welcher Anteil der Rente zu versteuern ist und wie mit zusätzlichem Einkommen zu verfahren ist, bleibt wichtiges Thema eine ausführlichen Steuerberatung, die jeder Rentner vor dem Abschied aus dem Berufsleben in Anspruch nehmen sollte. Die Risiken liegen auf der Hand: Kommt ein Steuerpflichtiger - ob Rentner oder nicht - seinen Meldepflichten nicht nach, so kann das Finanzamt nicht nur Forderungen hoch verzinsen, sondern mögliche Einkommen auch schätzen. Schmaltz: "Das geht selten gut aus für den Steuerpflichtigen!"

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